Samstag, 28. Januar 2012

Blühende Baustellen

gw12

sind in diesem Jahr das Motto der Blumenhalle auf der Grünen Woche. Nach dem träumerischen Thema "Philharmonie der Blumen" im letzten Jahr geht es hier ganz bauarbeitermäßig handfest zur Sache. Nicht jeder Blumenliebhaber zeigt sich begeistert. Übrigens für unsere Siedlung mit den vielen Baustellen finden sich nette Ideen für die florale Verschönerung von Gerüsten, Baumaschinen, Sand- und Steinhaufen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Dreckschleuder A100 und Avus am Dreieck Funkturm

Stau

Die Stadtautobahn A100 ist mit der A3 bei Köln die am stärksten befahrene Autobahn Deutschlands, meldet das Handelsblatt vom 9. Januar 2012. Was das hohe Verkehrsaufkommen rund um Funkturm und Avus für die Qualität der Luft im angrenzenden Wohngebiet Eichkamp bis zur Siedlung Heerstraße bedeutet, hat kürzlich Dr. Eberhard Reimer vom Meteorologischen Institut der Freien Universität bei einem Treffen der Bürgerinitiative „Zwischen den Gleisen“ bei einem Vortrag dargelegt. Folgend einige Zitate über Daten und Schlussfolgerungen im Hinblick auf die Bedeutung des Geländes des ehemaligen Güterbahnhofs Grunewald, das nach Einschätzung des Klimaexperten offen gehalten werden muss:
„Lärm: (…) Laut Umweltinfosystem und Umweltatlas der Senatsverwaltung von Berlin liegt die mittlere Lärmbelastung weiterhin mit im obersten Bereich im Berliner Stadtgebiet.

Luftbelastung: Bei den Luftbeimengungen Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2), die beide mit Grenzwertvorgaben der EU mitteilungspflichtig sind, ergeben sich laut dem Luftreinhalteplan Berlins erhebliche Belastungen aus dem Verkehr. (…)

Klima: Durch die Avus, Stadtautobahn und Bahn besteht heute eine großflächige Trennung zwischen dem Charlottenburger Innenbereich und dem grünen Westend/Grunewald. Daraus ergibt sich ein Wert des gesamten Bahngeländes im Zusammenhang mit der Belüftung und Kaltluftproduktion im westlichen Bereich der Charlottenburger Innenstadt. Im Klimaatlas Berlins und in relevanten Studien wird der Bahnbereich als Frischluftschneise zur Innenstadt aufgeführt, wobei das Areal mit Kleingärten entlang der Avus und um Westkreuz und mit allen offenen Flächen des Bahngeländes als besonders wichtig angesehen wird. Es wird eine hohe Bebauung als nicht sinnvoll angesehen.

Freiraum und Gesundheit: In der westlichen Innenstadt Charlottenburgs ergeben sich durch die kompakte, recht enge Bebauung Wärmeinseleffekte, die im Sommer zur Gefahr für Gesundheit und Leben führen. Auch in diesem Zusammenhang ist die weitere Offenhaltung des Bahngeländes im Umweltinfosystem Berlin und in der Projekt-Kooperation „Umweltgerechtigkeit“ der Senatsverwaltung Berlins als sinnvoll erkannt, da vom Grunewald, über das Bahngelände, die Gärten und den Lietzenseebereich mit der Hauptanströmrichtung die Frischluftzufuhr gewährleistet wird. Die gesamte Umweltbelastung der Bewohner ist im Übergangsbereich zur Innenstadt hoch, so dass der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf generell die Festigung und Erweiterung der Frei- und Erholungsflächen vorsieht.“
(Der ausführliche Text des Vortrags des Nachbarn aus der Siedlung Heerstraße und Meteorologen Eberhard Reimer wird in den nächsten Ausgaben des Eichkampinfos und des Jahrbuch 2011 Siedlung Heerstraße veröffentlicht.)

Für die Bürgerinitiative sind diese Daten über die negativen und gesundheitsgefährdenden Wirkungen der Verkehrsbelastung im Bereich Funkturm Dreieck die zentrale Begründung, das von Möbel Höffner geplante Einkaufszentrum mit erhöhtem Autoverkehr abzulehnen.

Sonntag, 22. Januar 2012

Muskelspielchen des Investors

Verärgerung bei der Bürgerinitiave "Zwischen den Gleisen", die den Bau eines Möbelhauses an der Avus gegenüber Eichkamp mit vermehrtem Verkehrsaufkommen verhindern will (s. auch vorigen Beitrag und weitere in diesem und dem Eichkampblog). In der nächsten Woche ist ein Gespräch zwischen Investor Kurt Krieger, Vertretern der Bürgerinitiative und Baustadtrat Marc Schulte angesetzt. Dieser Dialog ist ganz im Sinne der von der Politik des Senats unterstützten und geforderten Bürgerbeteiligung bei großen Investitionsvorhaben im Stadtraum. Doch was tut der Investor? Er fährt (demonstrativ?) mit Baggern und Räumgeräte schwere Baumaschinen auf dem Grundstück des ehemaligen Güterbahnhofs Grunewald auf . Die Bürgerinitiative sieht dies als Provokation und nimmt dazu in einer Pressemeldung Stellung (s. hier).

Donnerstag, 19. Januar 2012

Kreativzentrum „Zwischen den Gleisen“?!

Eisenwand-bahnausbesserungswerk

Eine Berliner industriegeschichtliche Rarität in der Cordesstraße: Die Eisenwand am ehemaligen Bahngelände Güterbahnhof Grunewald an der Avus gegenüber Eichkamp. Und was passiert dahinter? Vorbereitet wird der Bau eines riesigen Möbelhauses. So plant es Möbelhändler Kurt Krieger, der laufend Grundstücke im Gelände aufkauft und Bauaktivitäten vorbereitet. Das hat Anwohner alarmiert, die die Bürgerinitiative „Zwischen den Gleisen“ gegründet haben, um den drohenden Verkehrskollaps zwischen Avus, Messe und Stadtautobahn, aber auch einen überdimensionierten Bau im Sichtfeld des Berliner Eingangsbereichs zu verhindern.
Nun ist die Bürgerinitiative nicht nur „dagegen“, sondern diskutiert auch, „wofür“ sich Charlottenburger stark machen könnten, um auf diesem Gelände etwas Sinnvolles und Zukunftsweisendes zu entwickeln. Beim letzten Treff im Eichkamper Gemeindehaus mit vielen Besuchern wurde ein konstruktives Beispiel vorgestellt, wie Investoren sich als Stadtentwickler betätigen können. Andreas Krüger, Geschäftsführer von Planet Modulor, berichtete in einem spannenden Vortrag, wie historische Bauten am Kreuzberger Moritzplatz durch intelligente Nutzungskonzepte in ein zukunftsweisendes Kreativzentrum umgewandelt wurden. So hat im „Bechsteinhaus“ Planet Modulor eine Mischung von Handel, Handwerk, Kunst und Kultur als Verbund von 30 kleinen und mittelgroßen Unternehmen aufgebaut. Das Projekt auf einer Fläche von etwa 11.000 Quadratmetern im Aufbau Haus versteht sich als Gegenentwurf zu den ausschließlich auf passiven Konsum ausgerichteten Einkaufszentren und bietet seinen Besuchern viele Möglichkeiten, Einkaufen mit eigenen Aktivitäten zu verbinden. Mehr Informationen unter www.planetmodulor.de . Andreas Krüger bezeichnete diesen in Kreuzberg geschaffenen Ort als Prototyp für eine konstruktive urbane Ausstrahlung, denn Handel, Handwerk und Dienstleitung verbinden sich mit Kreativ-, Kultur- und Sozialprojekten. Dieser Ansatz hat Politiker, Investoren, Unternehmer und Bürger überzeugt, die sich alle für das Projekt einsetzen und Finanzmittel einbringen.
Ein Gegenmodell für das Gelände an der Avus? Kreativzentrum statt Möbelhaus? Zwar ist das Gelände kein verdichteter städtischer Ort, aber mit direkter Nähe zu den Freizeit-, Erholungs-, Informations- und Lernstätten von Grunewald, Messe, Teufelsberg, Ökowerk am Teufelssee und andere. Gut, dass die Bürgerinitiative hierzu Denkprozesse anstößt. Übrigens hat im Tagesspiegel Florian Mausbach in diesem Sinne die Politik an die Zukunftsaufgabe erinnert, die „städtebauliche Neugestaltung“ voranzutreiben, um Berlins Bestimmung als Metropole gerecht zu werden. (Tagesspiegel-Artikel hier).

Montag, 16. Januar 2012

Jahresheft 2011 in Arbeit

blogtitel
Alle Texte und Bilder für das Jahresheft 2011 sind vorhanden. Die Produktion mit Layout und Druck dauert noch etwas, weil die Redaktion mit eigenen Kräften arbeitet. Freizeit ist ein knappes Gut. Wir hoffen, dann Anfang Februar die 21. Ausgabe der Siedlungszeitung an alle Nachbarn verteilen zu können.
Die Redaktion

Donnerstag, 12. Januar 2012

Grünflächenamt: Neuer Baum Ende 2012

CIMG00022
Eine längere Geschichte mit einem ebenso längeren Ende: Am 5. Juli 2010 meldeten wir hier im Blog von der Zusage des Grünflächenamtes im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, einen neuen Baum am S-Bahnhof Heerstraße zu pflanzen. Zur Erinnerung: Der heutige Baumstumpf war eine Mehlbeere, die nach einer Spendensammlung des Siedlervereins 2003 für 1.000 Euro gekauft und vom Gartenbauamt gepflanzt wurde. Dann gab es einen Autounfall, bei der der Baum zerstört wurde. Der Unfallverursacher hatte den Schaden bezahlt. Im Bezirksamt hatte man vergessen, die Ersatzpflanzung in die Pflanzungsplanungsliste aufzunehmen. Auf mehrfache Nachfrage des Vorstands wurde nun endlich zugesagt, einen neuen Baum Ende dieses Jahres zu pflanzen.

Sonntag, 8. Januar 2012

Alte Schuhe als Blumentöpfe nutzen

CIMG00351

Was man mit Schuhen alles so machen kann: Zum Beispiel auf arabische Art mit hochgehaltenen Schuhen gegen den Bundespräsidenten demonstrieren oder alte Schuhe als Blumentöpfe nutzen. Das eine zeigt politische Verachtung, das andere Achtung und ökologischen Sinn für Mehrfachnutzung. Ort der blumenmäßigen Schuhumwidmung: Ein Vorgarten in der Türkei. Eine Idee für unsere Gärten?

Sonntag, 1. Januar 2012

Teufelsberg geräuchert

sylv-12-teufelsbg

Neujahrsgrüße vom Teufelsberg! Wie immer ein Massenandrang vor allem junger Leute aus aller Welt, die eifrig das rauchige Berlinpanorama per Handy in die entlegendsten Weltwinkel gesendet haben: Schaut liebe Leute in der Provinz, in der Metropole gibt es noch Abenteuer mit buntem Raketenzauber und lautem Peng-peng! Diesmal dauerte das Spektakel über drei Stunden zwischen 23 - 2 Uhr. Ganz schön teuer. Fast scheint es, dass nach dem besinnlichen Weihnachtsbaum endlich die Sau raus gelassen und mit Höllenfeuer dem Namen TEUFELSberg gehuldigt wurde.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Blühende Baustellen
sind in diesem Jahr das Motto der Blumenhalle auf...
schue - 28. Jan, 11:16
Dreckschleuder A100 und...
Die Stadtautobahn A100 ist mit der A3 bei Köln...
BlogNachbarn - 26. Jan, 22:49
Tagesspiegel berichtet...
Im Tagesspiegel von heute, 26. Januar 2012 wird berichtet: "Bewegung...
BlogNachbarn - 26. Jan, 18:30
Muskelspielchen des Investors
Verärgerung bei der Bürgerinitiave "Zwischen...
BlogNachbarn - 22. Jan, 23:36
Sören Günzel...
Sören Günzel und Torben Günzel sind...
BlogNachbarn (Gast) - 22. Jan, 19:41
Sören Günzel...
Sören Günzel und Torben Günzel sin online!
BlogNachbarn (Gast) - 22. Jan, 19:41
Neuer Stadtentwicklungssenator.. .
Der neue Senat gibt eine klare Richtung für die...
schue - 21. Jan, 14:56
Kreativzentrum „Zwischen...
Eine Berliner industriegeschichtliche Rarität...
schue - 19. Jan, 12:03
Jahresheft 2011 in Arbeit
Alle Texte und Bilder für das Jahresheft 2011...
schue - 16. Jan, 16:33

Homepage und Impressum Siedlerverein IGSH

Suche

 

Status

Online seit 753 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 28. Jan, 11:16

Aufklärung
Ausflüge
Bahn
BI
BI "Zwischen den Gleisen"
Der Tag
Eichkamp
Empfehlungen
Entdeckungen
Feste
Funkturm
Garten
Geschichte
Häuser
Küche & Garten
Kultur
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren